
Die Haushaltslage in Hemmingen ist angespannt. Das wissen wir. Die beschlossenen Einschnitte treffen alle Bürgerinnen und Bürger – sei es durch reduzierte Angebote in der Kinderbetreuung, gestrichene Investitionen in Infrastruktur oder höhere Steuern. Als FDP im Gemeinderat haben wir diesen Maßnahmen zugestimmt, nicht leichtfertig, sondern aus Verantwortung gegenüber unserer Gemeinde.
Hemmingen ist kein Einzelfall
Die strukturelle Unterfinanzierung betrifft nicht nur uns. Auch andere Kommunen stehen unter massivem Druck: Stuttgart muss in der Kinder- und Jugendhilfe kürzen und greift auf Rücklagen in Höhe von 184,5 Millionen Euro zurück, um ein Haushaltsdefizit von 850 Millionen Euro auszugleichen. Ludwigsburgverabschiedet ein Sparpaket von 45 Millionen Euro, trotz hoher Ausgaben und neuer Schulden. Leonberg steht noch vergleichsweise gut da, mahnt aber ebenfalls zur Vorsicht. Kornwestheim sieht sich mit Kürzungen konfrontiert und Tübingen sowie Schwäbisch Gmünd fordern eine Reform der Finanzverteilung zwischen Land und Kommunen, um die strukturelle Unterfinanzierung zu bekämpfen.
Diese Beispiele zeigen: Hemmingen steht nicht allein. Die Herausforderungen sind landesweit spürbar.
Unsere Haltung: Souveränität bewahren
Gerade in solchen Zeiten ist es entscheidend, dass wir als Gemeinde unsere Entscheidungsfreiheit behalten. Die Kommunalaufsicht mag Rahmen setzen – aber die konkrete Ausgestaltung der Maßnahmen muss bei uns liegen. Wir als FDP setzen uns dafür ein, dass Hemmingen nicht zum bloßen Vollzugsorgan wird, sondern selbstbestimmt handelt.
Verantwortung für die Zukunft
Die beschlossenen Maßnahmen sind ein Zeichen für Zusammenhalt und Weitsicht. Sie sind unbequem, aber notwendig. Wir stehen für eine Politik, die nicht populistisch agiert, sondern verantwortungsvoll entscheidet – mit Blick auf die kommenden Jahre und die Generationen, die nach uns kommen.
Ihre FDP im Gemeinderat Hemmingen
Kathrin Anandasivam und Barbara von Rotberg
