
Unsere Hemminger Gemeinderätin Barbara von Rotberg freute sich beim 43. Aschermittwochs-Heringsessen in Hemmingen über einen Rekord: an die 70 Gäste waren in den Bürgertreff gekommen, davon viele FDP-fremde Gäste, unter ihnen der Hemminger Bürgermeister Thomas Schäfer und sein Vorgänger Werner Nafz. Das Aschermittwochs-Heringsessen sei als Veranstaltung eine richtige "Traditionsmarke" geworden. Barbara von Rotberg dankte all den fleißigen Helfern und dem Caterer Weitmann, der dieses Mal die leckeren Heringe bereitstellte.
Die Landtagskandidatin der FDP im Wahlkreis 13 Helena Herzig fasste gemeinsam mit ihrem Zweitkandidaten Jon Buchmüller ihre Aussagen in ein launiges Gedicht. Pointiert stellte das "junge FDP-Dynamik-Duo" die Positionen der Liberalen vor und kritisierten die Ansätze der anderen Parteien. Freiheit und Leistung müssten wieder in den Vordergrund rücken. Entscheidend sei es, die Wirtschaft wieder


in Schwung zu bringen, allein schon, um die Folgen des demographischen Wandels zu verkraften. Baden-Württemberg, das Land der Erfinder, müsse sich auf seine Stärken besinnen und mit Mut die Probleme anpacken. Die FDP mache mit dem Abbau von zwei der fünf Verwaltungsebenen im Land konkrete Vorschläge zur Entbürokratisierung. Ein gegliedertes Schulsystem ermögliche die beste Bildung für alle. Den anderen Parteien warfen Herzig und Buchmüller vor, Reformen zu verweigern und sich aufs Verwalten zu beschränken.

Zuvor hatte FDP-Ortsvorsitzender Dr. Henning Wagner analysiert, dass Baden-Württemberg und Deutschland eine Generalsanierung brauchen. Für diese tiefgreifenden Reformen müsse man kapieren, wie unser Gemeinwesen mit Wirtschaft und Staat funktioniert. Wer wie die SPD und Grüne sich in ihre Sozial- und Klimapolitik "einmauere" und die Wirtschaft immer stärker mit Abgaben und Bürokratie belaste, würge Wirtschaftswachstum und Wohlstand ab. Ein solche Politik sei stets gescheitert! Die CDU spreche die richtigen Themen an, ducke sich aber weg. Eine schwarz-grüne Regierung in Baden-Württemberg würde eine "Stillstands-Koalition", meinte Wagner. Die erforderlichen Reformen werde es nur geben, wenn die FDP, die bei aktuellen Umfragen 6,5% erreiche, als Aufpasser und Reformmotivator die CDU antreibe.

Anschließend gab es eine sehr lebhafte Diskussion. Viele Gäste äußerten ihr große Verärgerung über staatliche Bürokratie und mangelnde Digitalisierung. Vor allem sei unverständlich, dass die Landesregierung trotz der dramatischen Lage der Industrie nicht konsequent Lösungen herbeiführe. Sowohl Helena Herzig als auch Henning Wagner antworteten auf viele Fragen und erläuterten die Reformansätze der Liberalen.
