Korntal- Münchingen: Fehlende iPads

Bei der letzten Sitzung hat der Gemeinderat auf Antrag der Verwaltung als Sofortmaßnahme für die städtischen Schulen die Anschaffung von 400 iPads für 132 Tausend EUR beschlossen.

Das Corona-Virus hat das Schulleben durcheinander gewirbelt. Ein uneingeschränkter Präsenzunterricht wie vor der Pandemie wird unter Umständen noch längere Zeit nicht möglich sein. Um allen Schülern die Möglichkeit des digitalen Lernens zu ermöglichen, haben Bund und Land ein Sofortausstattungsprogramm auf den Weg gebracht. Damit können mobile Endgeräte wie iPads Schülern leihweise zur Verfügung gestellt werden. Aus diesem Sofortausstattungsprogramm wird die Stadt Korntal-Münchingen einen Betrag von 195 Tausend EUR erhalten. Eine Abfrage bei den Schulleitungen Ende Mai 2020 hat ergeben, dass schätzungsweise 600 Endgeräte benötigt werden. Diese Abfrage hat nicht transparent gemacht, dass das Gerät den Kindern regelmäßig zur Verfügung stehen muss. Es ist zu befürchten, dass der tatsächliche Bedarf deutlich höher liegt.

Trotzdem hat die Stadt nur 400 iPads bestellt mit der Begründung, nur sozial Schwächeren müsse geholfen werden. Wir hätten es begrüßt, wenn entsprechend des gemeldeten Bedarfs bestellt worden wäre. Das Geld dafür wird ja zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus fänden wir es richtig, wenn allen Schülern von der Schule ein iPad zur Lernzwecken zur Verfügung gestellt wird. Bücher werden im Rahmen der Lernmittelfreiheit ebenfalls seitens der Schulen an alle ausgegeben - weshalb keine mobilen Endgeräte? Das gehört nach unserer Überzeugung zu einem modernen Unterricht dazu und sollte vor dem drohenden Corona-Ungemach im Herbst bzw. Winter vordringlich sein.

Peter Ott

Vorsitzender FDP-Fraktion Korntal-Münchingen

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