Lüften bleibt das einzige Mittel der Wahl beim Kampf gegen Corona in schulischen und vorschulischen Einrichtungen in Hemmingen

In der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 15.12., in der Gemeinschaftshalle war einer der 20 Tagesordnungspunkte der Antrag der FDP zu Luftreinigungsgeräten in örtlichen schulischen und vorschulischen Einrichtungen.

In bisherigen Gesprächen mit Schulen, Kitas und Gemeindeverwaltung stieß die Idee, Luftreinigungsgeräte einzusetzen, auf wenig Interesse, da es an keiner Stelle einen Mangel an Frischluft gibt (Stichwort: Stoßlüften). Außerdem wäre mit erheblichen Kosten für diese Geräte zu rechnen.

Aktuell – Stand vergangenen Dienstag- hat sich die Lage der Corona-Infektionen in Hemmingen mit 45 Infizierten in unerfreulicher Weise entwickelt. Für die Hemminger Grundschule war der Stand am vergangenen Sonntag: 18 Schüler in 7 Klassen sind positiv auf Corona getestet. Tendenz zunehmend!

Durch diese unerwartete Entwicklung hatte auch unser Antrag erheblich an Brisanz gewonnen.

Wir sind der Meinung, dass die Betroffenen und die Gemeinde über dieses Thema noch einmal nachdenken sollte, vor allem aus den folgenden Gründen:

- Nach dem aktuell geplanten „Lockdown“ bis 10.01.2021 folgen die kalten Monate Januar und Februar, die Erkältungsmonate. Die negativen Begleiterscheinungen des Stoßlüftens, wie Kälte und        

   trockene Luft, werden dann stärker hervortreten. In der Folge kann mit erhöhter Ansteckungsgefahr   

   gerechnet werden - für Corona und übliche Erkältungskrankheiten.

- Für notwendige, vorbereitende Maßnahmen - wie in unserem Antrag dargestellt – wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um für die Zeit nach Ende des Lockdowns vorbereitet zu sein.

- Soweit wir heute wissen, ist es nicht nötig, die größten und teuersten Geräte zu kaufen. Mehrere   

   kleinere erfüllen mit ihren Hepa 14 Filtern den gleichen Zweck wie ein großes, sind flexibler    

   einsetzbar und dazu noch günstiger. Und sie bieten den Charme, dass man sie nach Abflauen der   

   Pandemie verkaufen kann, da sie klein und vielfältig einsetzbar sind.

Die Zeit drängt, und es stellt sich jetzt die Frage- reicht stoßlüften wirklich aus oder sollten wir mehr für die Gesundheit unserer Kinder (und die ihres Umfeldes) tun?

Im Gemeinderat wurde in der Sitzung festgestellt, dass die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten überflüssig sei:

- da deren Wirksamkeit nach Meinung des Gremiums nicht ausreichend nachgewiesen sei, 

- sie weder von der Kultusministerkonferenz noch vom Umweltbundesamt empfohlen würden,

- sie keine Frischluft zuführten und deshalb sowieso gelüftet werden müsste,

- CO2 Ampeln in höheren Klassen zeigten, dass nach spätestens 20 Min. gelüftet werden müsse, da die Luft dann verbraucht sei,

- sie zu teuer seien.

Resumé der Gemeinderatssitzung: Das ausschließliche Mittel der Wahl bleibt in Hemmingen das Stoßlüften!

Und- die Frage sei gestattet- ist das ausreichend?

 

 

 

 

 

 

 

 

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